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Zu einem Brandmeldealarm im Eisstadion alarmierte die ILS Straubing am Dienstag früh die Freiwillige Feuerwehr Straubing. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte wurde ein massiver Ammoniakgeruch im Freien festgestellt und die Alarmstufe auf ABC 3 „auslaufen größere Menge Gefahrstoff“ erhöht.

Durch den anwesenden Eismeister wurde uns mitgeteilt, dass bei Arbeiten auf der Eisfläche Leitungen mit flüssigem Ammoniak beschädigt wurden. Alle Personen haben das Stadion verlassen. In dem Gesamtsystem befinden sich ca. 3.000 kg flüssiges Ammoniak. 

Als Erstmaßnahme wurde die vorbeiführende Straße gesperrt und die Zuleitungen von der Eismaschine zu den Kühlleitungen abgeschiebert. Das eintreffende HLF wurde zum Aufbau eines Wasserschleiers eingesetzt um die entstehenden Dämpfe niederzuschlagen. 

Nach dem Aufbau der Einsatzleitung wurde die Alarmstufe weiter erhöht und durch die Polizei und dem BRK die Evakuierung der angrenzenden Gärten und Häuser eingeleitet. Mehrerer Einsatzabschnitte wurden gebildet. Nach der Feststellung eines besonderen koordinierungsbedürftigen Ereignisses nach §15 des Bayerisches Katastrophenschutzgesetz (BayKSG) übernahm Stadtbrandrat Bachl die örtliche Einsatzleitung und Stadtbrandinspektor Schießl koordinierte den Feuerwehreinsatz.

Ein Betreten der Eishalle war nur unter Chemikalienschutzanzug Form 3 aufgrund der dort befindlichen hohen Konzentration möglich. Ein Abdichten der Schadensstelle war nicht durchführbar, da die ca. 10 Tonnen schwere Maschine darauf stand und nur durch Fachpersonal bewegt werden konnte.

Zur Dekontaminierung wurde die Dekonstufe 2 durch die Feuerwehr Geiselhöring aufgebaut und über die volle Einsatzzeit betrieben. Insgesamt wurden 48 Feuerwehrkräfte dekontaminiert.

Nachdem in Zusammenarbeit mit dem deutschen Wetterdienst die mögliche Ausbreitung berechnet wurde, entsendete man mehrere Messtrupps, die an über 20 verschiedenen Messstellen die Konzentrationen überwachten. Abschnittsleiter für die Messungen war KBM Uttendorfer jun. Hier zeigte sich die gute Zusammenarbeit der letzten zwei Jahre, die aufgrund der gemeinsamen Formulare und Vorgehensweisen erarbeitet wurden.

Durch den Rettungsdienst wurden neun eingesetzte Feuerwehrfrauen/-männer versorgt und zur weiteren Kontrolle in ein Krankenhaus gebracht. Leider wurden bei der Anfahrt durch einen Verkehrsunfall fünf Kameraden einer Landkreis Feuerwehr verletzt. 
An zwei Turnhallen wurden Betreuungsanlaufstellen durch das BRK eingerichtet. Insgesamt waren ca. 150 Personen von den Evakuierungsmaßnahmen betroffen. Durch den Austritt des Gases wurden 14 Personen verletzt, ca. 60 Personen mussten vorsorglich untersucht werden. Es kam zu keinen schwereren Verletzungen. Der überwiegende Teil der Betroffenen klagte über Augen- und Atemwegsreizungen.

Die Versorgung der ca. 500 Einsatzkräfte wurde durch die Malteser übernommen.

Eingesetzt waren: SR1, SR2 mit 1.10.1, 1.13.1, 1.14.2, 1.23.1, 1.52.1, 1.55.2, 1.59.1, 1.47.1, 1.30.1, 1.40.1, 5.21.1, 1.67.1, 1.55.1, 4.10.1, 4.14.1, 4.40.1, 4.21.1, 2.14.1, 2.43.1, 2.47.1, 3.21.2 und P 250. 
Straubing-Land 1, Straubing-Land 2, Straubing-Land 1/3, Straubing-Land 3, FW Parkstetten mit UGÖEL, FW Geiselhöring, FW Deggendorf, FW Bogen, Dispogruppe Messen, FW Atting, FW Aholfing, FW Hainsbach, FW Leiblfing, FW Straßkirchen, FW Salching, FW Kirchroth, FW Irlbach, FW Plattling, FW Aiterhofen, FW Amselfing, FW Mallersdorf, FW Landau, FW Altenmarkt, FW Natternberg, FW Osterhofen, FW Dingofing und Werkfeuerwehr BMW Dingolfing mit Großlüfter. 

BRK, Johanniter, Malteser

 

Einsätze

Hier wollen wir ihnen einen Ausschnitt aus dem Einsatzgeschehen der Feuerwehr Straubing präsentieren.

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