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Am Donnerstagnachmittag traf ein Baggerfahrer während seinen Arbeiten auf eine Fliegerbombe. Er stellte umgehend seine Tätigkeiten ein und informierte über den Notruf die Integrierte Leitstelle Straubing welche um 15:22 Uhr einen Alarm für den LZ Zentrum, der UGÖEL, der Feuerwehrführung sowie den THW – Fachberater auslöste.

Nach der Vororterkundung und Rücksprache mit der Polizei wurde eine Absperrung errichtet und das Bombenentschärfungsteam hinzugezogen. Die Wartezeit bis zu deren Eintreffen wurde genutzt um bereits Planungen für die Evakuierung durchzuführen. Durch das Amt für Brand und Katastrophenschutz wurde der Stabsraum besetzt um mit den Leitern der Hilfsorganisationen und der verschiedenen Ämtern der Stadt Straubing regelmäßige Treffen abzuhalten. Durch die Stadt Straubing und der Polizei wurden gemeinsame Pressemitteilungen rausgegeben und die Bevölkerung gewarnt bzw. informiert.

Der Entschärfungstrupp ermittelte eine äußerts gefährliche Lage, da der Zünder auf einer Seite bereits durch die Baggerschaufel deformiert war und ordnete eine sofortige Entschärfung an. Er legte einen 300m Sperrradius fest. Es handelte sich um eine 250 Pfund schwere Splitterbombe. Bei einer Detonation hätte sie einen Krater von einem 60 Meter Durchmesser in die Erde gerissen. Splitter und Teile wären über 200 Meter geflogen. Die Druckwelle hätte sich mit 1000 m/s fortbewegt. Eine unvorstellbare Schädigung des Bereiches wäre die Folge gewesen. 

Um 17:48 Uhr erfolgte Vollalarm für die FFW Straubing. So wurden alle Löschzüge alarmiert und in den Bereitstellungsraum „TÜV“ beordert. Die Zugführer erhielten ihre zugeteilte Evakuierungsabschnitte und Einweisung um die Mannschaft ebenfalls Verhaltensregeln geben zu können. Eine Evakuierung in dieser Größe ist ja nichts Alltägliches.

Einen Teil der Absperrungen am äußeren Bereich übernahmen die Feuerwehren aus dem Landkreis SR-Bogen. KBR Uttendorfer war von Anfang an miteingebunden und lies um 18:35 Uhr folgende Feuerwehren und Führungskräfte alarmieren:
- FW Aiterhofen, FW Amselfing, FW Feldkirchen, FW Kirchroth, FW Ascha, FW Mitterfels, FW Hunderdorf, FW Leiblfing, FW Geiselhöring sowie die UGÖEL des Landkreises FW Parkstetten, KBI Wenninger, KBI Schmitzer
Diese Feuerwehren fuhren den Bereitstellungsraum „Vergölst“ an und erhielten dort ihren Absperrstandplatz. Sie sorgten dafür, dass keine Fahrzeuge und Personen den Bereich betreten konnten. 

Um 18:40 Uhr erfolgte dann die Alarmierung durch die ILS Straubing zu einem Brand im Hochhaus Allensteinerstraße. Vom 4. bis zum 8. OG wurde dort eine Rauchentwicklung gemeldet. Sofort wurden die Fahrzeuge der Hauptfeuerwache besetzt werden. Zusätzlich wurde die FW Bogen mit einer dritten Drehleiter alarmiert. Durch die Sperrung der Äußeren Passauer Straße wurde die Anfahrt über den Alfred Dick Ring, Hirschberger Ring, Schlesische Straße genommen, was jedoch zu keiner Verzögerung führte. Durch den Einsatzleiter SBI Griesbeck wurde die Verrauchung bestätigt. Jedoch zeigte sich schnell, das es zu einem Bran in einem Müllraum gekommen ist und sich der Rauch über die Abfallschächte nur im Treppenraum ausbreitete. Die Wohnungen waren nicht betroffen und die Bewohner waren bereits größtenteils im Freien. Das Feuer im Müllraum konnte schnell gelöscht und das Treppenhaus schnell von dem Rauch befreit werden. Alle bereitstehenden Kräfte konnten so bald wieder abrücken. 

Nach dem Eintreffen der Bereitschaftspolizei Hundertschaft gegen 19:30 Uhr wurde dann mit der Evakuierung der einzelnen Abschnitte begonnen. Der Abschnitt „Barmherzige Brüder“ wurde vollständig durch das BRK/MHD durchgeführt. Hier mussten ca. 400, sowohl körperlich als auch geistig, teils schwerbehinderte Personen evakuiert werden. Durch die Bereitschaften aus ganz Niederbayern wurden die drei Turnhallen des Ludwigsgymnasium, des Johannes Turmair-Gymnasiums und der Jakob Sandner Realschule eingerichtet und betrieben. Da der Verlauf und die Dauer der Evakuierung nicht vorhersehbar war wurden Sitz und Schlafmöglichkeiten für ca. 700 Personen aufgebaut.

In der Zeit von 22:40 Uhr bis 0:40 Uhr wurde die Bahnstrecke komplett gesperrt und bis zu einer Flughöhe von 1000m auch ein Überfliegen der Stadt untersagt.

Nach der erfolgreichen Entschärfung der Bombe um 0:01 Uhr wurden die Sperrungen aufgehoben und die Evakuierten durften ihre Wohnungen und Häuser wieder betreten. Teilweise erfolgte noch in der Nacht die Rückführung aller Evakuierten, jedoch auch am nächsten Tag wurden noch Liegendtransporte durchgeführt. 

Die Freiwillige Feuerwehr Straubing bedankt sich recht herzlich bei allen eingesetzten Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren, der Hilfsorganisationen BRK und MHD, der Bergwacht, der Wasserwacht, dem THW, den Damen und Herren der Stadt Straubing mit Oberbürgermeister Markus Pannermayr für die tolle Unterstützung. 
#HandinHandfürStraubing

Einsätze

Hier wollen wir ihnen einen Ausschnitt aus dem Einsatzgeschehen der Feuerwehr Straubing präsentieren.

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