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Durch die ILS Straubing wurde der LZ Ittling zu einem B1, Brand von Folien im Freien alarmiert. Bereits auf der Anfahrt des LF wurde durch den Fahrzeugführer aufgrund der starken Rauchentwicklung auf B3 erhöht und in späterer Folge durch Einsatzleiter SBR Bachl auf B4.

Eine Lagerfläche von ca. 400 m² mit gepressten Folienballen (ca. 650 to.) war in Brand geraten. Im Abstand von ca. 15 m befand sich eine Halle der Spedition und auf der anderen Seite im Abstand von nur 5m befand sich ein weiterer Bereich mit KFZ-Zubauteile aus PVC. Das gelagerte Material lag zur Verladung auf ein Schiff bereit, um hiermit zu einem Recyclingbetrieb transportiert zu werden.

Der ersteintreffende Fahrzeugführer entschied nach seiner Erkundung die Ausbreitung auf den gefährlichen PVC – Abfall zu verhindern und beorderte beide Fahrzeuge auf die Ostseite. Die eintreffenden Fahrzeuge der Hauptfeuerwache übernahmen die Westseite und ging mit einem Trupp in die Lagerhalle zur Absicherung vor. Ebenso wurde mit dem Werfer der DLK das Dach der Lagerhalle gekühlt. Durch die Hitze waren bereits Fensterscheiben geplatzt.

Durch die Erhöhung auf B4 kamen die Feuerwehren Amselfing, Aiterhofen und Bogen zum Einsatz. Hierdurch wurde die Wasserversorgung aus dem Hafenbecken mit drei Tragkraftspritzen sichergestellt. Des Weiteren wurden Vorbereitungen für einen massiven Schaumeinsatz getroffen. So wurden alle Schaummittel aus der Stadt und dem Landkreis KBI Bereich 2 an die Einsatzstelle transportiert. Weiteres Schaummittel wurde durch die Feuerwehr der Stadt Regen geliefert. Insgesamt wurden ca. 5000 l Schaummittel zugemischt.

Durch die Platzierung von mehreren Schwerschaumrohren und Schaumwerfer sowie ein Schaumrohr auf dem Korb des TGM wurde das Feuer gelöscht.

Eine massive Rauchwolke zog mit dem Wind mit einer Geschwindigkeit von 3-4 m/s in Richtung Nord/West weg. Der gebildete Abschnitt Messen wurde vom Zugführer GWG und Fachbereichsleiter CBRN übernommen und es wurden mehrere Messungen im direkten Umkreis der Einsatzstelle durchgeführt. Ebenso wurde ein Messtrupp durch die FW Bogen gestellt, die an verschiedenen Stellen auf der anderen Donauseite im Bereich der Ortschaften Reibersdorf, Parkstetten und Steinach Messungen durchführten. Alle Messungen verliefen negativ und überstiegen nicht die gefährlichen Werte. Durch den Fachbereich CBRN wurde eine Atemschutzsammelstelle aufgebaut. Von dort aus wurden die Atemschutzgeräteträger mit Masken und Filter ausgestattet und für die Einsatzbereiche bereitgestellt. Eine weitere Aufgabe für den GWG war die Einrichtung einer Grobdekonstelle für die mit Schaum kontaminierten Einsatzkräfte.

Zum endgültigen Löschen des Brandes wurde ein Bagger einer benachbarten Firma eingesetzt, der die Ballen zerrissen und verteilt hat. Abschließend wurde alles nochmals mit Schaum abgedeckt.

Zur Unterbindung einer Ausbreitung, sollte Schaum ins Hafenbecken gelangen, wurde eine Ölsperre eingezogen.

Durch den Betreuungszug des Malteser Straubing wurde eine Verpflegung für alle Einsatzkräfte aufgebaut und betrieben. Der Rettungsdienst des BRK Straubing und Kirchroth standen zur Sicherheit bereit. Ebenso ein Notarzt. Durch sie mussten drei verletzte Kameraden versorgt und zur weiteren Abklärung ins Klinikum SR transportiert werden.

Bürgermeisterin Maria Stelzl und Baudirektor Wolfgang Bach informierten sich direkt an der Einsatzstelle über die Arbeit der eingesetzten Kräfte.

Im Einsatz: SR1, SR2, 4.40.1, 4.21.1, 1.23.1, 1.40.1, 1.30.1, 1.33.1, 1.41.1, 1.52.1, 5.21.1, 2.48.1, 2.43.1, 1.55.1, 1.55.2, 1.67.1, aus dem Landkreis SR-Land 1, SR-Land 1.2 (KBM Gefahrgut), SR-Land 2, SR-Land 2.1, FF Aiterhofen, FF Amselfing, FF Bogen, FF Hunderdorf, FF Regen

Die Zusammenarbeit der Führungskräfte und der Feuerwehren war sehr gut.

Die Brandwache musste noch die ganze Nacht und am weiteren Tag mehrmals Glutnester ablöschen. Hierbei unterstützte auch das THW Straubing mit ihren Spezialgeräten.

Einsätze

Hier wollen wir ihnen einen Ausschnitt aus dem Einsatzgeschehen der Feuerwehr Straubing präsentieren.

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