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Löschzugübergreifende Einsatzübung im Industriegebiet Hafen-Sand – VITUS versorgte Einsatzleitung mit Luftaufnahmen

Eine nicht alltägliche Übung stand am gestrigen Montag auf dem Dienstplan der Löschzüge Ittling und Zentrum. Gemeinsam mit der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) wurde ein angenommener Silobrand mit all seinen Nebeneffekten im Industriegebiet Hafen-Sand bekämpft. Eingeteilt in Einsatzabschnitte mit verschiedensten Aufgaben hatten die Einsatzkräfte das Übungsszenario nach gut einer Stunde abgearbeitet und die hoch gesteckten Übungsziele erreicht.

 

Zu einer gemeinsamen Einsatzübung rückten am gestrigen Montagabend über 50 Einsatzkräfte der Löschzüge Ittling und Zentrum und der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) aus. Angenommen war ein Brand eines der Silos auf dem gemeinsamen Gelände der Bayernhof GmbH und der Raiffeisen Straubing GmbH im Industriegebiet „Hafen-Sand“. „Die Anlage ist neu und Silobrände in dieser Dimension erfordern eine andere Herangehensweise“, erklärt Roland Griesbeck, Zugführer des Löschzuges Ittling, die Wahl dieses Übungsobjektes. Er hatte schon Wochen zuvor in Zusammenarbeit mit Michael Schießl, Zugführer des Löschzuges Zentrum, und beiden Firmen, die Übung geplant und organisiert.

Verschiedene Einsatzabschnitte sorgten für einen reibungslosen Ablauf

Vor Ort angekommen begannen die Einsatzkräfte, nachdem Sie durch die Einsatzleitung den einzelnen Einsatzabschnitten zugeteilt wurden, mit der Brandbekämpfung. Je nach Abschnitt und Aufgabe wurden große Wasserwerfer zum Schutz der Nebengebäude in Stellung gebracht und betrieben, Riegelstellungen zu den anderen Silos errichtet und eine permanente Wasserversorgung aus dem direkt daneben liegenden Hafenbecken aufgebaut. An neuralgischen Punkten wurden Drehleiter und Teleskopgelenkmast stationiert, um so auch von Oben für entsprechenden Schutz der angrenzenden Gebäude zu sorgen.

Im nächsten Schritt wurden von den Einsatzkräften unter Atemschutz die notwendigen Vorbereitungen für einen Einsatz der Berufsfeuerwehr Regensburg mit Ihrem Stickstoffverdampfer vorbereitet. „Silobrände werden normalerweise nicht mit Wasser gelöscht, sondern mit Hilfe des Inertisierungsverfahren“, so Stephan Bachl, Stadtbrandinspektor und interessierter Beobachter der 

 

Einsatzübung. Dabei wird das Silo langsam mit Stickstoff geflutet und so die Flammen und Glutnester erstickt, was ein Bersten des Silos verhindert.

UG-ÖEL und „VITUS“ unterstützen Einsatzleitung mit Luftaufnahmen

Während der kompletten Übung unterstütze die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG- ÖEL) den Einsatzleiter vor Ort. Dabei kam der Einsatzleitwagen mit all seinen Funktionen zur Dokumentation, Recherche und Kommunikation zum Einsatz. Es wurde zudem eine Lagekarte geführt und die eingesetzten Einsatzmittel und Einsatzkräfte verwaltet. Erstmals kam auch das Luftfahrtsystem „VITUS“ bei Dunkelheit zum Einsatz. Ständig über Funk mit dem Einsatzleitwagen verbunden, übermittelte „VITUS“ detaillierte Livebilder aus der Luft und übertrug diese auf einen großen Monitor im Besprechungsraum des Einsatzleitwagens. Zusammen mit den Wärmbildkameras der Überwachungstrupps in den einzelnen Abschnitten entstand so ein sehr detailliertes und jederzeit aktuelles Lagebild.

Nach etwas über einer Stunde waren alle Übungsziele erreicht und man begann mit dem Rückbau der Gerätschaften. Bei der anschließenden Übungsbesprechungen durch die verantwortlichen Führungskräfte, gab es zu Recht Lob für die schnelle, saubere und koordinierte Arbeit aller Einsatzkräfte – ehe man gestärkt durch eine kleine Brotzeit die Rückfahrt in die Feuerwachen antrat.

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Einsatzkräfte des Löschzuges Ittling versorgen einen großen Wasserwerfer zur Kühlung der benachbarten Silos

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„VITUS“ versorgte die Einsatzleitung mit solchen Luftbildern

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Führungskräfte bei der Übungbesprechung 

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