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Die Gemeinden Hornstorf, Unterzeitldorn und Sossau liegen im Norden der Stadt Straubing und sind von je her durch die Donau getrennt. Im September 1879 schlossen sich etwa 25 wackere Männer aus Hornstorf und Sossau zu einem sogenannten Löschverein zusammen. Der Gedanke des freiwilligen Helfens im Brandfalle wurde in die Tat umgesetzt. Bereit 1894 erhielt die Hornstorfer Feuerwehr eine Handdruckspritze. Mit dieser einfachen Ausrüstung mussten sie am 29.Juni 1934 dem Brückenbrand gegenüber. Sogar von Zillen aus versuchten sie alles Mögliche konnten aber auch nicht verhindern dass die vollständig aus Holz gebaute Brücke nieder brannte und vollständig zerstört wurde. Das dürfte wohl auch der Grund gewesen sein, da im Jahre 1936 die Ausstattung mit einer Motor-Tragkraftspritze wesentlich verbessert wurde. Mit dieser damals sehr modernen Motorspritze leisteten die Männer aus Hornstorf und Sossau nach den schweren Bombenangriffen auf die Stadt Straubing zum Ende des zweiten Weltkrieges mehrmals Löschhilfe. Im Jahre 1950 bildeten die Feuerwehrmänner aus Sossau eine eigene Löschgruppe und so entstand die „Freiwillige Feuerwehr Hornstorf-Sossau“. Die Sossauerer erhielten 1957 ebenfalls eine Tragkraftspritze TS 8/8 und im Jahre 1964 eine Hanomag-Mannschaftsfahrzeug. Ein großzügiges Feuerwehrgerätehaus wurde 1968 in Sossau gebaut. Die Kommandanten der Feuerwehren Hornstorf und Sossau seit 1879 waren: Georg Eckmann, Josef Scherer, Xaver Schneider, Rupert Retzer, August Bachl, Matthias Thurmer, Xaver Bachl, Karl Himmelstoß, Ludwig Häusler, Karl Wutzlhofer, Max Wanninger, Xaver Meier, Xaver Sagstetter, Hans Lermer, Josef Petzenhauser, Rudi Heigl, Josef Ranker, Ludwig Heuschneider, Hubert Daniel sen.
Im Zuge der Gebietsreform von 1972 wurden Hornstorf und Sossau in die Stadt Straubing eingemeindet. Die Hornstorfer Wehr mit der Löschgruppe Sossau schlossen sich der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Straubing an und wurden zum „Löschzug Nord“. Um ihrer Aufgaben als Teil einer städtischen Feuerwehr gerecht werden konnte, war eine sofortige Angleichung der technischen Ausstattung notwendig und so wurde ein Tanklöschfahrzeug TLF 16 Baujahr 1958 in Sossau und ein Mannschaftstransportbus in Hornstorf stationiert. Nachdem 1973 die Feuerwehr Straubing vom Bayer. Staatsministerium als Standort für ein Katastrophenschutzboot bestimmt worden war, wurde dieses Boot ebenfalls in Sossau stationiert.  Durch die unmittelbare Nähe zur Donau wurde der LZ Nord mit der Einsatztätigkeit auf der   Bundeswasserstrasse Donau beauftragt. Die Gemeindegebietsreform von 1976 integrierte Teile der damaligen Gemeinde Unterzeitldorn in die Stadt Straubing. Die freiwillige Feuerwehr Unterzeitldorn, damals noch Niederhartzeitldorn genannt, wurde 1897 unter der Leitung des Kommandanten Michael Holzapfel gegründet. Er stand bis 1913 an deren Spitze und übergab an Josef Klimmer der bis 1919 das Amt inne hatte. Georg Prechtl löste ihn ab und übergab Sebastian Gratzl der von 1935 bis 1946 Kommandant war. Bis 1949 übernahm Karl Gratzl dem Josef Klimmer jun. nachtrat. Als weitere Kommandanten folgten: Karl Gratzl, Johann Englberger, Philipp Gratzl und Ludwig Fischer.Die seit dem Jahre 1897 bestehende freiwillige Feuerwehr Unterzeitldorn löste sich 1976 auf und die aktiven Feuerwehrmänner des nunmehrigen Stadtteiles Unterzeitldorn, mit dem Ortsteil Gollau, traten dem Löschzug Nord und somit der freiwilligen Feuerwehr Straubing bei. Dort stand damals bereit ein Tragkraftspritzenfahrzeug. Ab der Gebietsreform 1972 fungierte Markus Reisinger als Löschzugführer. Von 1979 bis 1999 stand Alfons Mühlbauer als Löschzugführer der Mannschaft vor. Für seine Verdienste wurde Alfons Mühlbauer 1993 mit dem Steckkreuz der Bayerischen - Staatsregierung ausgezeichnet. Die nächsten 20 Jahre bis 2009 leitete Hubert Daniel die Geschicke des Löschzuges. Das alte Tanklöschfahrzeug wurde 1980 gegen ein Tanklöschfahrzeug Baujahr 1973 von der Zentrumswache ersetzt. Eine weitere Modernisierung erfolgte durch den Neubau der Wache Hornstorf 1985. Diese Zugwache mussten 1995 erweitert werden um Platz für ein weiteres LF 16 und für den Mob Matic Wringer zu erhalten. Durch die Nähe zur Donau wurde der Löschzug 1988 bei dem großen Hochwasser arg gefordert. Über eine Woche wurde rund um die Uhr die Dämme kontrolliert und mit Hilfe der Bundeswehr verstärkt und somit die Stadtteile Sossau und Unterzeitldorn vor der Überflutung bewahrt. Im Jahre 2003 kam es zu einem weiteren Hochwasser dies aber nicht mehr diese Ausmaße von 1988 erreichte da die Baumaßnahmen zum vorbeugenden Hochwasserschutz griffen. Als außergewöhnliche Brandeinsätze können genannt werden:

1975 Kronensaalbrand in Straubing
1977 Petzenhauser Hornstorf Scheune und Stallung, Rinderrettung im großen Ausmaß
1985 Reisinger Sossau  Scheune und Stallungen
1991 Meier – Unterzeitldorn  Scheune und Stallungen
2005 Unterzeitldorn Wohnhausbrand
2007 Großbrand Barmherzige Brüder, Straubing  Landwirtschaftgebäude – Kartoffellager
2007 Großbrand Landratsamt Straubing
2007 Foierl - Sossau Wohnhausbrand
2008 Bornschlegl Breitenfelden Scheune und Stallungen, Rinderrettung im großen Ausmaß
Als einer der gefährlichsten Einsätze entwickelte sich eine Tanker Havarie in der Schleuse Straubing im Jahre 2002. Hierbei brach ein Tank auseinander und aus einer Tankkammer floßen ca. 50000 Liter ALKYLAT ein hochbrennbarer flüssiger Zusatzstoff für die Kraftstofffertigung. Es bestand erhöhte Explosionsgefahr vor allem während einem Gewitter dies gegen Mittag niederging und den bereits gelegten Schaumteppich wieder zerstörte.
2015 Brand beim Automobilzulieferer MAGNA
2015 Großbrand Raumausstatter Keyser, Straubing Ost
2016 Wohnhausbrand nach Explosion im Vogelauweg

 
Derzeit stehen dem Löschzug Nord ein LF 16 Baujahr 1970, ein LF 10/6 Baujahr 2008, ein Mehrzweckfahrzeug Renault Master Baujahr 2013, ein Mehrzweckboot und ein Anhänger mit einem Mop Matic Wringer zur Verfügung.

In der Jahreshauptversammlung Januar 2016 wurde für den ausscheidenden stell. Zugführer Herbert Fischer der Kamerad Ralf Färber gewählt. Der Zugführer Stefan Färber wurde für weitere sechs Jahre in seinem Amt bestätigt. Planungen für den Neubau einer gesmten Feuerwache im Bereich LZ Nord laufen auf Hochtouren.


Wache: Horstorf


Wache: Sossau


Wache: Unterzeiteldorn

Daten Löschzug Nord

Der Löschzug Nord wurde im Jahr 1972 im Zuge der Gebietsreform in die Feuerwehr Straubing integriert. Derzeit besteht der Löschzug aus 36 aktiven Mitgliedern. Sein Einsatzgebiet dehnt sich auf die Stadteile Hornstorf, Sossau und Unterzeitldorn aus.

Die Zugwachen befinden sich An der Kößnach, Öberauer Weg und der Furmannstraße.

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