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Im Osten der Stadt Straubing liegt der Stadtteil Ittling. Am 20. September 1868 versammelten sich mehrere Männer aus den Ortschaften Unter- und Oberöbling und Ittling und gründeten die freiwillige Feuerwehr Ittling. Fast ein Jahr später, am 11. Juli 1869 fand die offizielle Gründungsversammlung statt, bei der 56 Gründungsmitglieder die offizielle Gründung des Freiwilligen Feuerwehrvereins Ittling beurkundeten. Am 15.Mai 1884 feiert die Feuerwehr Ittling ihr erstes Gründungsfest. Die Ausstattung dürfte aus einer mit Pferden gezogenen Handdruckfeuerspritze, Eimern und Leitern bestanden haben. Das genaue Einsatzaufkommen ist nicht überliefert. Im Jahre 1910 wurde von einem Lohnkutscher aus Straubing ein Mannschaftswagen angekauft. Kommandant war zu dieser Zeit der Ökonom Georg Janker.

Am 1. Mai 1924 erhielt die Feuerwehr Ittling eine fahrbare Leiter welche von der Fa. Lottholz und Hübsch in Regensburg gekauft wurde. Im Jahre 1925 wurde zur Unterbringung der gesamten Gerätschaft ein Gerätehaus in der heutigen Schäfflerstrasse gebaut. Dies diente über 50 Jahre lang.

Am 17. Oktober 1927 erhält die Feuerwehr Ittling eine moderne Motorspritze. Diese Motorspritze der Fa. Paul Ludwig aus Bayreuth hat eine Leistung von 300/60m. Am 21.Mai 1929 feiert die Feuerwehr Ittling ihr 60 jähriges Bestehen. Hierbei wurde ein neue Fahne geweiht. Über 60 Vereine aus nah und fern nahmen daran teil. Im Jahre 1939 wurde eine neue Motorspritze gekauft. Nachdem die alte mehrere Probleme bereitete. Es wurde eine Motorspritze DIN III wieder von der Fa. Paul Ludwig aus Bayreuth mit einer verbesserten Leistung von 800/80 m gekauft. Hinzu noch 60m B-Druckschlauch. Die alte Pumpe wurde der Gemeinde Oberöbling weiter gereicht, welche zu dem Zeitpunkt noch keinerlei Feuerschutz hatte. Diese Pumpe leistete bis 1960 immer treu ihren Dienst bei so manchen Bränden und ist heute in dem kleinen Museum in der Hauptfeuerwache noch zu besichtigen.Bei einem Hochwasser 1941 mussten sich die Einwohner teilweise auf die Dächer retten. Die Aukirche stand komplett von Wasser umspült in den Weiten des Überschwemmungsgebietes. Ebenso im Jahre 1954. Während des Krieges ist nicht viel übermittelt und berichtet worden. Es ist aber davon auszugehen  das bei den schweren Bombardierungen in der Stadt Straubing Hilfe geleistet wurde. Im Bereich Hofstetten / Ittling wurde wegen mehreren mit Kampfgasen beladenen Schleppern eine  1 qm/km große neutrale Zone zwischen den deutschen und den amerikanischen Militär vereinbart. In diese „neutrale“ Zone flüchtete sich auch die Straubinger Feuerwehr um nach den Kämpfen noch einsatztauglich zu sein.  Im Jahre 1959 wird auf das ehem. Postgebäude in der Nähe des Bahnhofes eine Sirene installiert. Im nächsten Jahr wird von der Fa. Kuppelmann aus Landshut ein Tragkraftspritzenanhänger mit einer Tragkraftspritze TS8 gekauft.
Das 100 jährige Bestehen wird 1969 mit einem tollem Fest gefeiert. Von 909 bis 1972 sind gerademal 66 Einsätze verzeichnet. So wurden 39 Stadel / Scheunen, 13 Anwesen / Häuser, sowie mehrere Wohnungen und Strohschober ein Raub der Flammen. Auch  gab es schon mehrere Hochwasser zu überstehen. Außerhalb Ittlings mussten 21 Einsätze im Rahmen der Nachbarschaftshilfe bewältigt werden. Die Einwohnerzahl stieg bis 1972 stetig auf ca. 3500 Einwohnern an. Im Zuge der Gebietsreform 1972 wurde die Gemeinde Ittling in die Stadt Straubing eingegliedert. Die Feuerwehr Ittling wurde der Freiwilligen Feuerwehr Straubing als Löschzug Ittling angegliedert. Um den Aufgaben einer Stadtteilfeuerwehr gerecht zu werden, wurde durch die Stadt Straubing ein neues Feuerwehrgerätehaus in der Neubaustrasse gebaut. Die Ausrüstung wurde erweitert um ein LF 16 und bestand insgesamt aus einem VW Käfer als ELW, dem LF 16, dem TSA und einer Anhängeleiter. Als Löschzugführer fungierte Johann Mühlbauer. Bei mehreren Großbränden in der Innenstadt leistete der Löschzug Ittling wertvolle Unterstützung. So wurde 1976 beim Kronensaalbrand, 1979 bei einem Brand auf einer Baustelle mit Explosion mehrerer Propangasflaschen, 1982 beim Großbrand der Fa. ERVO immer der LZ Ittling hinzu alarmiert. Vom 20. - 23. Juli 1984 feierte der Löschzug Ittling sein 115 jähriges Gründungsfest mit einer Fahnenweihe. Als Patenverein konnte damals die Feuerwehr Amselfing gewonnen werden. Mit den Erlösen dieses Festes wurde ein neuer ELW, ein Ford Taunus Turnier angeschafft, welcher am 01.05.1985 geweiht wurde. Bei einem Hochwasser zu Ostern 1988 wurde Katastrophenalarm in der Stadt Straubing ausgelöst und so war auch der LZ Ittling vom 26. März bis 01. April rund um die Uhr im Einsatz die Wassermassen von dem Ortsteil fern zuhalten. Durch die rege Bautätigkeit im Baugebiet „Zwiequanterin“ ab 1980 und der Planung eines Hafen mit Industriegebiet wurde eine Aufstockung der Gerätschaft und die Erweiterung des Zugwache erforderlich. Diese Erweiterung um zwei Stellplätze wurde 1991 unter der Führung des Löschzugführer Josef Griesbeck feierlich eingeweiht. Die Ausrüstung bestand damals aus einem LF 8, einem TLF 16/25, einem MZW, einem ELW und einem Schlauchanhänger. Im Juli 1994 feierte der Löschzug Ittling sein 125 jährige Bestehen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag mußte ein Großbrand auf dem Anwesen Baumgartner gelöscht werden, was jedoch dem Fest nicht schadete. Beim Florianifest 1996 wurde das Mannschaftstransportfahrzeug Ford Transit in Dienst gestellt und im Februar 1997 konnte aus Vereinsmittel ein von der BMW Werkfeuerwehr Dingolfing genutzter Einsatzleitwagen erworben werden. Die Einweihung des Hafens wurde am 28. Juni 1996 gefeiert. Bei einer gemeinsamen Übung mit dem Zentrumslöschzug wurde die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr demonstriert. Durch die Änderungen der Einsatztätigkeiten bei der immer mehr die technische Hilfeleistung in den Vordergrund rückte, wurde ein LF 16 mit Hilfeleistungsausstattung im LZ Ittling stationiert. Ausgestattet mit einem hydraulischen Rettungssatz war man ab 2001 auch für Verkehrsunfälle im nahen Umkreis zuständig. Die Straße SR12 zum Hafen sowie die B20 fordern den Löschzug immer wieder. Die Patenfeuerwehr Amselfing mit der sich mittlerweile eine sehr enge Freundschaft entwickelte, ersuchte im Juli 2002 um die Übernahme der Patenschaft zu ihrem 125. jährigen Gründungsfest. Dieser Bitte wurde natürlich entsprochen und so feierte man vom 12. - 15 Juli 2002 gemeinsam ein wunderbares Fest. In der Zugwache wurde ein Feuerwehrschlüsselkasten installiert und somit ist der LZ Ittling mit der alleinigen Bewältigung der immer häufig werdenden Melderalarmen im Hafengebiet ausgestattet. Aber auch ein Hochwasser mit dem historischen Höchststand von 7.51 m forderte alle Mitglieder und die Gerätschaften extrem. Im Jahre 2003 wurde die Zugwache nochmals umgebaut um den gesellschaftlichen Veränderungen z.b. Frauen bei der Feuerwehr gerecht zu werden, weshalb ein Stellplatz verloren ging. Im Jahr 2007 wurde der LZ Ittling zu drei Großbränden geholt. Im Februar brannte eine Lagerhalle in der Äußeren Passauer Str. bei den Barmherzigen Brüdern. Am 22.05.07 brannte es im Deckenbereich einer Lagerhalle im Hafengebiet und im Dezember brannte der Dachstuhl im Landratsamt. Ein großes Problem war damals die Kupferverblendung. 2008 feierte der Löschzug Ittling sein 140 jähriges Bestehen. 
Derzeit stehen dem Löschzug Ittling ELW, ein Tanklöschfahrzeug 3000, ein LF 16 mit Hilfeleistungssatz, ein MZF und ein Wasser- Schaumwerferanhänger zur Verfügung.

Dem Löschzugführer Brandmeister Roland Griesbeck und seinem Stellvertreter Christian Huber stehen 6 Dienstgrade und 34 Mannschaftsdienstgrade zur Seite.

Daten Löschzug Ittling

Der Löschzug Ittling wurde im Jahr 1972 im Zuge der Gebietsreform in die Feuerwehr Straubing integriert. Derzeit besteht der Löschzug aus 54 aktiven Mitgliedern. Sein Einsatzgebiet dehnt sich auch auf das Industriegebiet Hafen Straubing-Sand aus.

Die Zugwachen befinden sich in der Neubaustraße.

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